(Hoch)prozentiges – Facebook, Microsoft und der Sinn und Unsinn von Bewertungen
Das Microsoft 240 Million Dollar für eine 1,6 prozentige Beteiligung an Facebook gezahlt hat, wird ja aktuell in der Blogosphäre heiß kommentiert und diskutiert. Wer daraus jetzt ableitet, dass Facebook jetzt 15 Milliarden Dollar wert ist, vergisst meiner Ansicht nach ein grundlegendes Gesetz der Marktwirtschaft: das eine Sache immer soviel wert ist, wie jemand zu einem gegebenen Zeitpunkt dafür bereit ist zu zahlen.
Faktisch bedeutet der Kaufpreis (nur), das 1,6 Prozent von Facebook Microsoft 240 Millionen Dollar wert sind. Diese Bewertung bei Microsoft setzt sich wohl aus mehreren Komponenten zusammen. Das könnte die Bedeutung der Tatsache sein, Google ausgestochen zu haben, oder der strategische Wert von Facebook in der Online Strategie von Microsoft oder das Potential von Facebook als soziales Netzwerk – oder alles zusammen.
Unklar ist meines Wissens nach noch, was Microsoft für die 1,6 Prozent bekommt – mal abgesehen von den Anteilen. Je nach dem, wie die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Microsoft und Facebook aussehen, kann es durchaus sein, dass der Einfluss von Microsoft bei Facebook deutlich größer ist, als es die Höhe der Beteiligung vermuten lässt.
Klar ist aber: wie viel die anderen 98,4 Prozent von Facebook wert sind, hängt nicht davon ab, was Microsoft für seinen Anteil bezahlt hat, sondern davon, zu welchem Preis Microsoft oder jemand anderes bereit wären, den Rest zu kaufen. Gesetz dem Fall, Facebook will diesen verkaufen.

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